Brake/Niedersachsen 20.11.2019. Wenn Kühe nach der winterlichen Stallsaison im Frühjahr erstmals wieder auf die Weide dürfen, dann hüpfen und springen sie vor Freude. Zu sehen sein wird dieses Spektakel im kommenden Jahr am Sonnabend, 4. April 2020. Save the date!
Erst vor wenigen Jahren initiierte das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen e.V. erstmals einen festlichen Weideaustrieb für die Öffentlichkeit. Seitdem avancierte das Format zum Publikumsmagnet, das zuletzt rund 2000 Besucher begeisterte. Auch im kommenden Jahr veranstaltet das Grünlandzentrum wieder einen Weideaustrieb und eröffnet stellvertretend für die gesamte Region die Weidesaison. Termin ist Sonnabend, 4. April 2020. Der Veranstaltungsort ist erneut der „Hof Auf der Wurp“ in Brake (Wesermarsch/Niedersachsen). Geplant ist ein großes, ganztägiges Familienfest mit zwei Weideaustrieben, Food-Trucks, Live-Musik auf der Show-Bühne, begleiteten Hofrundgängen, professioneller Moderation und umfangreichem Kinderprogramm mit Heurutsche, Hüpfburg und Ponyreiten.
Das beliebte Format des Weideaustriebs wird im kommenden Jahr nicht nur eine Wiederauflage erleben. Das Grünlandzentrum als Veranstalter plant erstmals auch, das Programm in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Brake zu erweitern. Erste Gespräche dazu fanden bereits statt. Derzeit wird an einem pädagogischen Konzept gefeilt, wie die Schülerinnen und Schüler Themen wie Grünlandnutzung, Weidehaltung und Klimaschutz für ein größeres Publikum aufbereiten können.
Dreh- und Angelpunkt des Familienfestes ist natürlich der Weideaustrieb, den die Hofbesitzer aufgrund des großen Interesses auf zwei Uhrzeiten aufteilen. So wird voraussichtlich wieder ein Teil der Kühe gegen 13 Uhr und ein weiterer Teil der Kühe gegen 15 Uhr nach der winterlichen Stallsaison erstmals auf die Weiden gelassen.  „Wenn wir die Stalltüren für die ersten Kühe öffnen, können es die anderen kaum abwarten bis sie auch an der Reihe sind“, weiß Jendrik Holthusen, Mitarbeiter des Grünlandzentrums und Sohn von Heike und Heiko Holthusen, auf deren Hof der Weideaustrieb des Grünlandzentrums stattfindet.
Weitere Informationen folgen in den kommenden Wochen und sind dann auch online abrufbar unter: www.proweideland.eu
 
Über PRO WEIDELAND:
Das grüne Rundsiegel PRO WEIDELAND ist Eigentum des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen e.V. mit Sitz in Ovelgönne. Es wird von der PRO WEIDELAND GmbH verwaltet. 2017 wurde das Gütesiegel, das eine weidende Kuh auf einer saftigen Wiese zeigt, in Niedersachsen feierlich eingeführt. Die Molkerei Ammerland stieg als erste Molkerei in das Programm ein. Ihr folgten weitere aus ganz Deutschland, so auch Arla Foods, sowie FrieslandCampina aus den Niederlanden.
Hinter dem Label steht als Abbild der Gesellschaft eine große Gemeinschaft aus Stakeholdern, zu der u.a. der BUND, ProVieh, die Universität Göttingen sowie die Landwirtschaftsministerien der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein, das niedersächsische Umweltministerium, die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sowie der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Stadt Bremen zählen.
Das Gütesiegel regelt und kontrolliert so klar und anspruchsvoll wie kein anderes in Deutschland die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Weidemilch, für die es in der EU bisher keine einheitlichen Kriterien gibt.
Milchbauern, die am PRO WEIDELAND Programm teilnehmen, verpflichten sich, dass ihre Kühe ganzjährig Bewegungsfreiheit haben und an mindestens 120 Tagen für mindestens 6 Stunden auf der Weide grasen. Die Betriebe dürfen nur Futter entsprechend dem VLOG-Standard ohne Gentechnik verwenden. Sie müssen 2000 m² Grünland und pro Kuh davon mindestens 1000 m² Weidefläche nachweisen können.
Alle PRO WEIDELAND Betriebe führen taggenaue Weidekalender und unterziehen sich zudem regelmäßig externen Kontrollen. „Kein anderes Label regelt und kontrolliert so klar und anspruchsvoll die Vorgaben für Weidemilch. Damit ist PRO WEIDELAND Vorreiter in Deutschland“, sagt Dr. Arno Krause, Geschäftsführer des Grünlandzentrums.
Das Ziel von PRO WEIDELAND ist es, die Vielfältigkeit der Produktionssysteme in der Milchwirtschaft zu erhalten und die Weidehaltung als naturnahe Haltungsform mit ihren positiven Einflüssen auf Umweltschutz, Tierwohl und Biodiversität zu stärken.
 
 
 
 
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